Changes. Exploring Critical Sustainable Development Education from Global Perspectives (DAAD-Modellprojekt 2025-2029)

Bild: Sonja Rode

Über das Projekt

Das Bildungsprojekt „Changes. Exploring Critical Sustainable Development Education from Global Perspectives” wird 2025 bis 2029 im Rahmen des Programms Lehramt.International durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanziert.

Das Ziel von „Changes“ ist der Aufbau eines internationalen, transkulturellen und interdisziplinären Kooperationsnetzwerks zwischen Universitäten aus verschiedenen Regionen der Welt, konkret Argentinien, Indonesien, Kanada und Südafrika. Dieses Netzwerk bietet Lehramtsstudierenden und Lehrenden der Universität Kassel neue Möglichkeiten zum Umgang mit globalen Herausforderungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung aus internationaler Perspektive.

Das Projekt beginnt mit einer Kick-off-Konferenz im September 2025, bei der sich Wissenschaftler:innen aller Partneruniversitäten über ihre Bildungsansätze zu und Perspektiven auf Themen der nachhaltigen Entwicklung austauschen. Daran anschließend entwickeln sie mit ihren internationalen Kolleg:innen gemeinsame Konzepte für interkulturelle und interdisziplinäre Lehrveranstaltungen, die in den Folgejahren implementiert werden sollen.

Das Netzwerk soll darüber hinaus niedrigschwellige Angebote schaffen, die auch jene Studierende und Lehrende ansprechen, die weniger mobil und international orientiert sind. Es wird daher verschiedene Möglichkeiten zur Mobilität bereitstellen, wie beispielsweise Auslandssemester für Studierende, themenbezogene Abschlussarbeiten und Gastdozenturen. Zur Unterstützung der Mobilitätserfahrungen wird ein besonderes Augenmerk auf deren Vor- und Nachbereitung gelegt, etwa durch Sprachkurse und Workshops zu Interkulturalität.

Durch die Integration internationaler und interdisziplinärer Perspektiven in die Lehrer:innenbildung trägt das Projekt dazu bei, zukünftige Lehrer:innen sowie Dozierende im Bereich der Lehrer:innenbildung als Change Agents für nachhaltige Entwicklung zu stärken.

 

Über unsere Kooperationspartner:innen

Unsere vier Partneruniversitäten, davon drei aus Ländern des Globalen Südens, sind in verschiedenen Weltregionen verortet mit jeweils sehr unterschiedlichen Herausforderungen im Hinblick auf die Agenda 2030. Die Kooperation ermöglicht Studierenden und Hochschulangehörigen, die ihnen vertrauten Sicht- und Argumentationsweisen kritisch zu hinterfragen und zu relativieren.


Argentinien: Universidad de Cuyo, Mendoza

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Klimawandel und Umweltzerstörungen gehören in Argentinien - neben Gewalt und Kriminalität, Armut und sozialer Ungleichheit sowie politischer Instabilität - zu den größten Herausforderungen und werden entsprechend in Forschung und Lehre adressiert, wobei die Bereiche Dekarbonisierung und verantwortungsvolles Wassermanagement aktuelle Schwerpunktthemen sind.

Unsere Partneruniversität, die Universidad Nacional de Cuyo (UNCuyo) in Mendoza, ist mit ca. 44.000 Studierenden die größte Universität in der Region Cuyo.

Zur Homepage der UNCuyo: www.uncuyo.edu.ar/ingles (auf Englisch)


Indonesien: Universitas Mataram

Bild: Didik - adobe.stock.com

Die indonesische Insel Lombok sieht sich mit den ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen des Overtourismus sowie des rapiden Aufschwungs der Goldbergbauindustrie konfrontiert, durch die die ohnehin bestehende Umweltkrise noch weiter befördert wird.

Unsere Partneruniversität auf Lombok, die Universitas Mataram (UNRAM), befindet sich in Mataram, der Haupstadt der Provinz West Nusa Tenggara. Ihr breites Studienangebot wird aktuell von etwas mehr als 26.000 Studierenden besucht.

Zur Website der UNRAM: unram.ac.id/en/ (auf Englisch)


Kanada: Université du Québec à Trois-Rivières

Bild: Overflightstock - adobe.stock.com

Wasserknappheit, Waldbrände und steigende Temperaturen stellen auch in Kanada problematische Folgen des Klimawandels dar, wobei die Temperaturerhöhung in Kanada mehr als doppelt so hoch, in der kanadischen Arktis sogar mehr als dreimal so hoch ausfällt im Vergleich zum globalen Mittel – bereits jetzt hat sich die Region mit dem Schmelzen des arktischen Eispanzers und dem Auftauen des Permafrostbodens stark verändert. Gleichzeitig drängt die indigene Bevölkerung – ähnlich wie in Argentinien – auf eine Politik, die Artenschutz und Biodiversität in den Vordergrund stellt.

Die Université du Québec à Trois-Rivières (UQTR) liegt in der Stadt Trois-Rivières der frankophonen Provinz Québec. Sie hat derzeit etwa 15.000 Studierende.

Zur Homepage der UQTR: https://www.uqtr.ca/ (auf Französisch)


Südafrika: University of Pretoria

Bild: South Africa Stock - adobe.stock.com

In Südafrika mit einer kohlebasierten Energieversorgung und einer gleichzeitig energieintensiven Industrie hat der Bergbau erhebliche Folgen für die Umwelt und den sozialen Fortschritt. Als überwiegend trockenes Land steht Südafrika zudem vor der enormen Aufgabe, vorhandene Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften, wobei neben dem Ausbau regenerativer und dezentraler Energiesysteme und der Ernährungssicherheit gerade auch die Frage nach dem Umgang mit knappen Wasservorkommen im Zentrum ökonomischer, sozialer und politischer Auseinandersetzungen steht.

Die University of Pretoria, auch als Tuks/ Tukkies bekannt, ist mit mehr als 56.000 Studierenden eine der größten Universitäten in Südafrika und eine der ältesten durchgängig bestehenden des Landes.

Zur Homepage der University of Pretoria: https://www.up.ac.za/ (auf Englisch)

 

Kontakt

Projektleitung

Dr. Ellen Christoforatou

Projektkoordination

Ann-Christine Herbold
E-Mail: changes[at]uni-kassel.de