Projekt: City Pixel Plus (Wintersemester 2014/15)

Das Hofhaus ist wohl der älteste und globalste Klassiker in der Geschichte des Wohnungsbaus. Es hat sich aufgrund seiner Leistungsstärke in Bezug auf städtebauliche Dichte, Ökonomie, Nutzbarkeit, klimatisches Verhalten, Fügung und Wohnqualität in nahezu allen Kulturen und Regionen der Erde bewährt. Es ermöglicht eine hohe städtebauliche Dichte im Sinne von LOW RISE - HIGH DENSITY und, aufgrund seiner ausgeprägten räumlichen Individualität, ein hohes Mass an Privatheit im Vergleich zu anderen Gebäudetypen wie dem Geschosswohnungsbau oder dem Reihenhaus. Gemessen am Standard des freistehenden Einfamilienhauses hat es jedoch räumliche Bedingungen, die mit heutigen westlichen Wohnvorstellungen nicht ohne weiteres in Einklang zu bringen sind, wie Belichtung, Einsicht und Aussicht. Mit dem Projekt  CITY PIXEL PLUS – HAUS UND HOF wollen wir im Rahmen der aktuellen Suche nach platzsparenden Wohnformen mit hoher Wohnqualität die Leistungsfähigkeit dieses Typus untersuchen und zukunftsfähige Tendenzen aufzeigen und weiterentwickeln.

Die Aufgabe ist komplex: die Verknüpfung von hoher Dichte mit hoher Lebensqualität, die externe und interne Erschliessung, die Gestaltung und Nutzbarkeit von Freiräumen und ihre Verknüpfung mit Innenräumen, die Ergänzung durch gemeinschaftliche Raumangebote, die städtebauliche Fügung einer Vielzahl von Einheiten und die Fügung individueller Grundrisse, eine optimale Belichtung und Belüftung und die Gestaltung bis ins Gebäudedetail. Ziel ist es, mit Systematik Stadtbausteine zu entwickeln, die in der Addition quartiersbildend die Stadt fortschreiben.

Das Projektangebot richtet sich an Bachelor- und bedingt an Masterstudierende und ist für Bachelor-Arbeiten geeignet.

Betreuer:

Lehrende:

Maya Reiner (Univ.-Prof. Dipl.-Ing. M. Arch.)
Marc Matzken (M.A.)
Christopher Unger (Dipl.-Ing.)