GENIE

Ausgangssituation

Die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, seine Kunden und andere Wertschöpfungspartner in das Innovationsmanagement zu integrieren. Denn von Wertschöpfungspartnern geht auf Grund ihrer Produkterfahrungen und ihres Produktverständnisses ein großes, oft noch nicht gehobenes Innovationspotenzial aus. In anderen Branchen gestalten schon heute verschiedenste Wertschöpfungspartner Produkte aktiv mit. Dieser Gedanke hat sich in der Softwarebranche bislang jedoch kaum durchgesetzt, obwohl das Open Source-Beispiel das große Potenzial bestätigt.

Projektziel

Grundgedanke des Projektes ist die Schaffung von Communities, deren Mitglieder sich aus Wertschöpfungspartnern und Anspruchsgruppen eines Softwareunternehmens rekrutieren. Gemeinsames Ziel dieser Communities soll es sein, auf einer zentralen Internetplattform Innovationsideen zu generieren sowie diese gemeinschaftlich zu konkreten Innovationsprojekten zu verdichten und im Idealfall daraus Prototypen und Business-Pläne zu entwickeln. Dadurch wird das Innovationsmanagement von Softwareunternehmen nach außen geöffnet, durch geeignete Methoden, Modelle und Werkzeuge durchgängig unterstützt und so Innovationspotenziale „Out-of-the-box“ genutzt.

Realisierung

Das Vorhaben GENIE entwickelt aus methodischer Perspektive Konzepte und Mechanismen zur Schaffung von Innovations Communities sowie geeignete Management-Methoden und Anreizkonzepte zur Umsetzung ihrer Ziele. Aus technischer Sicht wird eine bedarfsgerechte IT-Plattform mit entsprechenden Kollaborations- und Interaktionswerkzeugen entwickelt. Neben dieser Entwicklung stellt die Pilotierung des Gesamtkonzeptes in drei unterschiedlichen Anwendungsszenarien einen zentralen Bestandteil des iterativ lernenden und interdisziplinären GENIE-Forschungsansatzes dar.

Nutzen

Für Softwareunternehmen:

  • Systematisierung des Innovationsmanagements von Softwareunternehmen
  • Hebung von Innovationspotenzialen von Kunden und anderen Wertschöpfungspartnern
  • Verbesserung der Innovationsfähigkeit von Softwareunternehmen

Für die Forschung:

  • Induktive Generierung und Erprobung neuartiger Ansätze, Methoden und Werkzeuge im Sinne des Open-Innovation-Gedankens

Projektbeteiligte

  • Handelshochschule Leipzig, Center for Leading Innovation & Cooperation (CLIC), Prof. Dr. K. Möslein
  • Universität der Bundeswehr, Fakultät für Informatik, Institut für Softwaretechnologie, Prof. Dr. M. Koch
  • Hyve AG, München
  • Gate - Garchinger Technologie- und Gründerzentrum GmbH

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung unter der Projektträgerschaft des DLR

Informationen

Ansprechpartner

  • Prof. Dr. Jan Marco Leimeister