PRONET² Projekt P35: Theologische Interdisziplinarität und Interreligiöse Bildung in der Ausbildung von Religionslehrer*innen - abgeschlossen

"Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern; gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Phase 1: 01.10.2015-31.12.2018
Phase 2: 01.01.2019-31.12.2023

Systematische Theologie: Prof. Dr. Mirja Kutzer
Biblische Theologie/Altes Testament: Prof. Dr. Ilse Müllner
Religionspädagogik: Prof. Dr. Annegret Reese-Schnitker

Ehemaliger Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Raphael Schlehahn
Ehemalige Wissenschaftliche Hilfskraft: Matthias Brudek

Das grundlegende Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung eines interdisziplinär vernetzten Lehrkonzepts innerhalb der theologischen Lehrer*innenausbildung.

In PRONET2 sollen die geschaffenen Strukturen weiter etabliert und mit dem Schwerpunkt auf interreligiöser Bildung vertieft werden. Dementsprechend tragen fünf Säulen das Projekt:
1. Interdisziplinäres Jahresthema mit fachlichen Veranstaltungen und Studientag;
2. Interdisziplinärer, religionspädagogisch-theologischer Studientag zur Vernetzung der drei Phasen der Lehrer*innenbildung;
3. Curriculare Ausgestaltung des Moduls „Theologie Interdisziplinär/Interreligiös“;
4. Regelmäßige Ringvorlesung mit interreligiöser Perspektive und transdisziplinärer Ausrichtung;
5. Angebot eines Studienprofils „Interreligiöse Kompetenz“.

In der ersten Projektphase (2015-2018) wurde das interdisziplinär vernetzte Lehrkonzept der Religionslehrer*innenausbildung mit einem Schwerpunkt auf transdisziplinären Kompetenzen entwickelt. Dazu zählen sowohl die Vernetzungskompetenzen innerhalb der methodisch höchst divergenten theologischen Disziplinen (Bibelwissenschaften, Historische Theologie, Systematische Theologie, Religionspädagogik) als auch darüber hinausgehende Kompetenzen, die darauf zielen, theologische Fragestellungen mit Themen, wie sie in anderen geistes-, kultur- und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen verhandelt werden, zu verknüpfen.

Eine neue ergänzende Perspektive der zweiten Projektphase ist die interreligiöse Kompetenz, welche die Fächergrenzen der traditionell im Lehramtsstudium vertretenen theologischen Disziplinen überschreitet. Die gesellschaftliche Situation erfordert mehr denn je eine solche interreligiöse Kompetenz von Religionslehrer*innen. Dazu zählt einerseits das Wissen um theologische Inhalte und religiöse Praktiken anderer Religionen, andererseits die in der Begegnung mit den Anderen angeregte Selbstreflexion christlich-konfessioneller Inhalte und Positionen, die zu einer reflektierteren Sicht des eigenen Standpunkts beiträgt. Beide Bewegungen sollen in den Maßnahmen dieses Projekts gefördert und reflexiv begleitet werden. Teil des interreligiösen Lehrkonzepts ist eine alle drei Semester öffentlich stattfindende interreligiöse und transdisziplinäre Ringvorlesung. Die Ringvorlesungsreihe begann bereits im WiSe 2018/19 mit dem Thema „Heilige Schriften“, die von den Themen „Heilige Räume“ (SoSe 2020) und „Heilige Zeiten“ (WiSe 2022/23) fortgeführt wird. Zudem soll ein Studienprofil „Interreligiöse Kompetenz“ ab dem SoSe 2020 etabliert werden, um den neuen Schwerpunkt inhaltlich auszugestalten (siehe unten).

Link zur PRONET2„Professionalisierung durch Vernetzung – Fortführung und Potenzierung“-Homepage:https://www.uni-kassel.de/themen/pronet2/startseite-2-foerderphase.html